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Druckansicht Forum HauptseiteAuf diesen Beitrag antwortenSchneeräumung auf Autobahnen

Sehr geehrte Damen und Herren!

Ich, Hr. Ernst Weingrill, geb. 22.04,1962 seit 25 Jahren mit Schwerfahrzeugen auf Österreichs Straßen unterwegs, ab 1987 Berufskraftfahrer und im Langstrecken-Linienomnibusverkehr mehr als 100.000 Jahreskilometer mit Tagespendler unterwegs.

Diese Einleitung war notwendig, damit Sie wissen, dass ein erfahrener Berufslenker Ihnen diese Zeilen übermittelt.

Die letzten Jahrzehnte war der Winter auf Österreichs Straßen mehr oder weniger kein Problem. Auch im Osten und Süden des Landes wurde so gearbeitet und gestreut, bzw. gesalzen, dass Behinderungen durch massiven Schneefall oder Straßenglätte nur zu minimalen Verspätungen geführt hatte. Ausgenommen der Aschermittwoch 1996, wo die A2 im Raum Baden verweht wurde, weil das Straßenbauamt zu spät reagierte (ob der Faschingsdienstag schuld war, wurde bis heute nicht geklärt, wäre aber eine Entschuldigung dieser Misere). Damals hat man noch über die ehemaligen Ostblockländer gelächelt und einige Witze über Ihre Straßenzustände erzählt.

Im Jahr 2007, ein Jahr nach einem sehr milden und schneearmen Winter, lachen andere Länder über uns, denn es wurde schon mehrmals Autobahnen, die als Europastraßen gekennzeichnet sind, wegen Schneefalls, bei Temperaturen leicht unter dem Gefrierpunkt (-1° bis -3°), gesperrt. Ich frage mich, warum hat all die Jahre vorher die Schneeräumung tadellos funktioniert. In diesem noch kurzen und noch milden Winter herrscht ein Chaos unter dem Asfinag-Team.

Hier im Einzelnen meine Kritikpunkte gegenüber den Verantwortlichen Damen und Herren:

Es wird viel zu spät mit dem Salz ausgefahren!
Es werden zu wenige Streufahrzeuge eingesetzt!
Die Räumfahrzeuge fahren seit diesem Winter viel zu langsam im Einsatz, dadurch enorme Staubildung hinter den Einsatzfahrzeugen!
Die Einsatzfahrzeuge fahren ab heuer mit zu wenig Abstand versetzt, somit ist jegliches Vorbeifahren unmöglich und es kommt damit zum Stillstand auf der Fahrbahn. Dadurch können beim Bergauffahren einige schlecht ausgerüstete Schwerfahrzeuge nicht mehr anfahren.

Wobei ich jetzt bei den Sperren bin:

Wenn einmal Schwerfahrzeuge kreuz und quer stehen und rutschen, kann bei keiner Autobahn oder anderen Straße mit der Winterräumung begonnen werden, weil die Wege verlegt sind. Also sollte man es zu solchen Situationen erst gar nicht kommen lassen und dafür ist das Asfinag – Team zuständig. Eine Sperre aussprechen und über zweitrangige Straßen umleiten, gehört ein wenig Erfahrung und Fingerspitzengefühl auch dazu. Am weißen Freitag, dem 14. 12. 2007 wurde angeordnet die A2 im Wechselabschnitt wegen leichtem Schneefall mehr als 2 Stunden zu sperren, und über die Bundesstraße 54 umzuleiten. Glauben die Verantwortlichen 1 Kilometer neben der Autobahn schneit es nicht, oder sind sie der Meinung, daß dort über dem einspurigen Berg mit 5 Kehren die Schneeräumung besser funktioniert als bei Ihnen auf der finanzkräftigeren hochrangigen Autobahn?!

Wer setzt solche Personen ein, die nicht fähig sind eine Straße so freizuhalten, das Schwerfahrzeuge nicht hängen bleiben und Straßensperren anordnen, die der Volkswirtschaft Millionen von Euro kosten. Wenn wir hier im Osten unseres Landes keine fähigen Führungskräfte haben, sollte man sich im Winter vom Westen Österreichs Fachleute ausborgen, damit unsere Autobahnen befahrbar bleiben. Denn wenn die Tiroler oder Vorarlberger Asfinag-Direktoren solche Zustände akzeptieren würden, hätten Sie 6 Monate keine befahrbaren Autobahnen, denn dort schneit es Meterhoch!!!

Ein Berufskraftfahrer der Seinen zahlreichen Tagespendler die täglich über 2 Std. im Autobus sitzen, aus der Seele spricht.

Bitte um Antwort Hochachtungsvoll Ernst Weingrill


Name:Weingrill Ernst
Email:ernstweingrill@web.de
Datum:20.12.2007 11:33
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